Tee

Donnerstag, September 29, 2005

Tee

Der botanische Name der immer grünen Teepflanze, die zur Familie der Kamelien gehört, ist nicht immer einheitlich gewesen und wurde mehrmals geändert. Der schwedische Naturforscher Linné nannte die Pflanze zuerst (1753) Thea sinensis, gab aber dann den Namen zugunsten zweier Unterarten auf, nämlich Thea bohea und Thea viridis. Nach internationaler Übereinkunft und Eintragung in den "Index Kewensis" lautet der korrekte botanische Name nun Camellia sinensis und für ihre beiden Unterarten var. sinensis (China Tee) und var. assamica (Assam-Tee). Heute werden zumeist Teesorten angebaut, die aus Kreuzungen (Hybriden) der Varietäten sinensis und assamica hervorgegangen sind. Unbeeinflusst gewachsener Assam-Tee (Camellia sinensis var. assamica) entwickelt sich zu einem annähernd kegelförmigen Baum von bis zu 15 m Höhe. Er besitzt eine starke Pfahlwurzel, die dem Baum Festigkeit verleiht und mit ihren Seitenwurzeln Wasser und Nährstoffe aufnimmt. Da die Pflanze stehende Nässe nicht verträgt, entwickeln sich die Seitenwurzeln oberhalb des Grundwasserspiegels. Sie ist anfällig gegen niedrige Temperaturen und auf die häufigen, ergiebigen Niederschläge und die hohe Luftfeuchtigkeit des tropischen Klimas angewiesen. Im Vergleich zum China-Tee treibt der Assam-Tee größere Blätter und bringt höhere Erträge. Der wild wachsende China-Tee (Camellia sinensis var. sinensis) verzweigt sich schon an der Basis der Sprossachse zu einem etwa drei bis vier Meter hohen Strauch. Er gedeiht auch in magerer Erde, erträgt sowohl leichten Frost als auch längere Trockenperioden und die niedrige Luftfeuchtigkeit der Subtropen. Der Strauch wächst langsam und blüht schon im 2. Jahr üppig. Drei bis 5 Jahre nach dem Einpflanzen des Stecklings kann erstmals vom Teestrauch geerntet werden. Die grünen Blätter werden von Hand geprflückt, wobei die zwei jüngsten oberen Triebe und die Blattknospe ("two leaves and the bud") besonders hochwertige Tees ergeben. Ob aus diesen Blättern Grüner oder Schwarzer Tee hergestellt wird, hängt nur von der Art der Verarbeitung ab.